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Häuser mit extrem niedrigem Primärenergiebedarf werden am Markt als KfW-Effizienzhäuser 40, 55 und 70, 3-Liter-Haus, Passivhaus usw. angeboten. Egal welchen Namen ein Energiesparhaus hat, sobald der Jahresprimär-Energiebedarf unter 60 KWh pro Quadratmeter beheizter Nutzfläche liegt, erhalten Bauherren Fördermittel vom Staat, von den Bundesländern und vielen Gemeinden; zu finden im Internet z. B. unter
www.baufoederer.de
www.kfw.de
www.foederdata.de
Energie sparen
Häuser mit niedrigem Energiebedarf liegen im Trend. Sie schonen den Geldbeutel und die Umwelt. Zusätzlich erhöhen Sie die Versorgungssicherheit.
Einen Mindest-Energiestandard fordert der Gesetzgeber mit dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz und der Energieeinsparverordnung EnEV. Weitergehende Maßnahmen werden finanziell gefördert. So vergibt die Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW zinsgünstige Darlehen für KfW-Effizienzhäuser, die zum Beispiel nur 70 % des nach EnEV zulässigen Primärenergiebedarfs benötigen. Ein Massivhaus lässt sich sogar als Null-Energie- oder Energie-Plus-Haus bauen.
Auch die Bauweise (leicht oder schwer) beeinflusst den Heizenergiebedarf eines Hauses. Eine Untersuchung des Büros für Bauphysik Alware, Braunschweig, ergab:
Wände und Decken aus Mauerwerk und Beton nutzen die Sonnenwärme besonders gut aus. Durch ihre großen Wärmespeichermassen sparen Massivhäuser im Vergleich zu Holz-Ständer-Konstruktionen ca. 10 % Heizenergie (bei gleicher Dämmung und Heiztechnik).
Je geringer der rechnerische Energiebedarf ist, desto stärker beeinflusst das Nutzerverhalten, insbesondere bei der Lüftung, den tatsächlichen Energieverbrauch. Jede anspruchsvolle Bau- und Haustechnik bleibt wirkungslos, wenn der Nutzer mit ihr nicht sachgerecht umgeht.
Dämmen allein reicht nicht
Eine zukunftssichere und wirtschaftliche Beheizung erfordert eine sinnvolle Kombination aus
Dach, Fenster, Wände und Keller müssen lückenlos gedämmt sein. Außenwände aus Mauerwerk und Beton können jede Dämmanforderung erfüllen.
Luftdichte Außenhaut
Durch Luftlecks kann aus einem Haus mehr Wärme entweichen, als es direkt durch die Gebäudehülle (Transmissionswärmeverluste) verliert.
Massive Wände und Decken sind nach dem Verputzen immer luftdicht. Sie benötigen dafür keine zusätzliche Abdichtung aus Folie oder Platten.
Verlustquelle: Transmissionswärmeverluste
Wie viel Wärme ein Haus über die Gebäudehülle verliert (= Transmissions-
wärmeverluste), hängt von den Dämmwerten der einzelnen Bauteile und
der Gebäudegestaltung ab. Vorsprünge in der Fassade können die Wärmeverluste erhöhen.
Gute Dämmwerte von Wänden, Dach, Fenster, Türen und Keller senken die
Wärmeverluste und schützen gleichzeitig an heißen Tagen vor zu viel Sonne. Massive Außenwände behalten ihre gute Dämmung ein Leben lang.
Was nur wenige wissen:
Wärmeverluste durch Lüftung
Gebäude benötigen einen regelmäßigen Luftaustausch. Er sorgt für
genügend Sauerstoff und entfernt überschüssige Feuchtigkeit und
Geruchsstoffe. Die heute üblichen, hoch gedämmten Gebäudehüllen
verlieren so wenig Wärme, dass die Lüftungswärmeverluste die
Transmissionswärmeverluste deutlich übertreffen.
Mechanische Lüftungsanlagen, evtl. mit Wärmerückgewinnung, können
diese Wärmeverluste begrenzen und verbessern zusätzlich die Raumluft.